ÖÄK Facharztprüfung Nuklearmedizin

Aktueller Prüfungstermin

  • 18.01.2017 (Anmeldeschluss: 18.10.2016)
  • Ort: Zell am See

FAP-Termine 2017

Anmeldung

Geschlechtsneutrale Formulierung

Aus Gründen der einfacheren Lesbarkeit wird auf eine geschlechtsneutrale Formulierung verzichtet. Es sind jedoch immer beide Geschlechter im Sinne der Gleichbehandlung angesprochen.

Prüfungsmethode/-inhalt:

Es handelt sich um eine mündlich strukturierte Prüfung, d.h. die Prüfungsfragen sind den Prüfern ebenso wie die zu bewertenden Antworten vorgegeben, um weitgehende Objektivität und eine für alle KandidatInnen gleichwertige Stichprobe über den Prüfungsstoff zu gewährleisten.

Um die Wartezeit zu verkürzen, werden Sie zeitlich gestaffelt eingeladen.
Das Prüferteam besteht aus Prüfern aus dem angestellten Bereich.

Die Prüfer sind ausgestattet mit dem Fallbeispiel, den Fragen zum Fall und einem Lösungsschlüssel. Es werden nur die Antworten zu den vorgegebenen Fragen gewertet. Für jede richtige Antwort werden von den Prüfern in ein vorgefertigtes Formular die Punkte eingetragen. Am Ende der Prüfung werden die Punkteblätter eingesammelt und bereits vor Ort erfasst.

Die Auswertung der Prüfung erfolgt nach internationalen Evaluationskriterien. Die Bestehensgrenze ist bei 75 % angesetzt. Sie haben bestanden, wenn Ihre Punkteanzahl oberhalb der festgelegten Bestehensgrenze liegt. Die Bewertung wird ausschließlich mit "bestanden" oder "nicht bestanden" bekannt gegeben. Das Gesamtprüfungsergebnis wird Ihnen gleich im Anschluss an die Prüfung – unabhängig von der schriftlichen Mitteilung – mündlich mitgeteilt.

Den Prüfungsinhalten liegen die Ausbildungsinhalte gemäß Ärzte-Ausbildungsordnung für das Sonderfach Nuklearmedizin zugrunde.

Fragen werden aus folgenden Bereichen gestellt:

  • Diagnose und Therapie von Schilddrüsenerkrankungen
  • Perfusionsszintigraphie des Myocard und Untersuchung der Ventrikelfunktion
  • Skelettszintigraphie
  • Perfusionsszintigraphie und Ventilationsszintigraphie der Lunge
  • Anwendung der PET (Cardio-PET, Neuro-PET, Onko-PET)
  • Untersuchungen der Nierenfunktion, Nierenszintigraphie und Anwendung der nuklearmedizinischen Clearancetechniken
  • Untersuchungen des Zentralnervensystems
  • Radiojodtherapie
  • Untersuchungen des GI-Traktes
  • Therapie mit anderen Radionukliden
  • Rezeptorszintigraphie
  • Szintigraphie zur Lokalisation endokriner Tumoren
  • Nachweis von Blutungsquellen im GI-Trakt
  • Szintigraphischer Tumornachweis mittels spezifischer und unspezifischer
    tumorsuchender
    Radiopharmaka
  • Szintigraphischer Nachweis von Entzündungsherden
  • Lymphszintigraphie einschließlich der Sentinel Lymphnode Technik

Blueprint

Der „Blueprint“ ist ein Hilfsmittel für die Planung und Zusammenstellung der Arztprüfungen. Der Blueprint (auf Deutsch in etwa „Prüfungsplan“) ist der Themenkatalog (das Inhaltsverzeichnis) für die Facharztprüfung in einem Sonderfach. Er wurde von der zuständigen wissenschaftlichen Gesellschaft erarbeitet und orientiert sich an den Anforderungen, die an einen Facharzt in diesem Sonderfach gestellt werden. Für die Zusammenstellung jeder Prüfung wird ein prozentuell gewichteter Blueprint/Prüfungsplan verwendet. Damit ist sichergestellt, dass die Themen in jeder Prüfung im wesentlichen in gleichem Umfang enthalten sind.

Der in der Folge publizierte Blueprint/Prüfungsplan für das Sonderfach Nuklearmedizin ist als Orientierungshilfe für die PrüfungskandidatInnen über Inhalte und Breite der Prüfung gedacht.

Vorbereitungsmöglichkeiten

Die Facharztprüfung dient nicht der Lehrbuchabfrage, sondern soll vor allem jene Kompetenzen überprüfen, die den Facharzt befähigen, aufgrund seiner Ausbildung selbständig und eigenverantwortlich den alltäglichen Anforderungen gerecht zu werden.

Fragenbeispiel - Thema Osteomyelitis:

  • Ätiologie der Erkrankung
  • Anführen typischer Befunde um die Indikation zur Untersuchung zu überprüfen
  • Auswahl der nuklearmedizinische(n) Untersuchungsmethoden
  • Beschreibung der verwendeten Isotope und Radiopharmaka
  • Dosisberechnung und Beschreibung der Dosismessung
  • Beschreiben des Untersuchungsvorganges und des verwendeten Gerätes
  • Ausarbeitungsmethoden, Filterungsmethoden und ev. Tiefenkorrekturen
  • Beispielhafte Befundformulierung
  • Interpretation des "Endreports"
  • Klinische Diskussion über das Befundergebnis mit möglichen therapeutischen Kenntnissen

Darüber hinaus werden seitens der Österreichischen Gesellschaft für Nuklearmedizin Kurse und Fortbildungsveranstaltungen angeboten. Die Kurse werden von der Gesellschaft schriftlich und über die Homepage verlautbart sobald sie fixiert sind; www.ogn.at.

Es ist empfehlenswert, vor der Prüfung einen einschlägigen Strahlenschutzkurs (Kurs in physikalisch-technischem Strahlenschutz) absolviert zu haben.

Folgende Institutionen bieten Strahlenschutzkurse an:

Raum Wien:

Raum Graz:

Die Ausbildung in Grundlagenwissenschaften wird gemeinsam von der UNI-Klinik für Nuklearmedizin und dem Institut für Biomedizinische Technik u. Physik der UNI-Klinik Wien durchgeführt und beinhalten folgende Schwerpunkte:

  • physikalische Grundlagen
  • Instrumentierung
  • Statistik und Mathematik
  • Compartementanalyse
  • Datenverarbeitung
  • Dosimetrie
  • Strahlenbiologie/Strahlenschutz
  • Radiopharmakologie

Prüfungsergebnisse

Die Prüfungsergebnisse werden, wenn möglich, im Anschluss an die Prüfung mündlich mitgeteilt und bis 8 Wochen nach dem Prüfungstermin schriftlich versandt.

Download der Prüfungsrichtlinie

Kontakt

Die Anmeldung betreffend kontaktieren Sie die AnsprechpartnerInnen der Landesärztekammern.

Die Prüfung betreffend kontaktieren Sie die Österreichische Akademie der Ärzte GmbH.

Ihre Ansprechpartnerin:

Mag. (FH) Manuela Ebner
Tel.: 01/ 512 63 83-30
Fax: 01/ 512 63 83-30300
Öffnet ein Fenster zum Versenden einer E-Mailm.ebner(at)arztakademie.at

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