Musterfragen aus dem Fach Neurochirurgie

Die Facharzt-Prüfung findet in Form einer Strukturierten Mündlichen Prüfung (SMP) statt. Hier finden Sie einige Musterfragen dazu, die vom Prüfungsausschuss zur Verfügung gestellt wurden.  
Anhand dieser Musterfragen (Stand 08.2018) können Sie sich mit der Prüfungsmethodik vertraut machen.

Fallbeschreibung 1

Eine 62-jährige Frau klagt über intermittierende, vorwiegend morgendlich auftretende Kopfschmerzen, eine zunehmende Störung der Merkfähigkeit, Schwierigkeiten beim Gehen ("ich komme nicht vom Fleck"), sowie Einnässen, falls bei Miktionsdrang nicht sofort die Toilette aufgesucht wird (eine befreundete Krankenschwester hatte ihr gegenüber bemerkt, bei ihr rieche es "wie im Krankenhaus"). Angeblich hatte die Patientin als Kleinkind eine Hirnhautentzündung, kann dazu aber keine weiteren Angaben machen. Nach einer Cholezystektomie vor ca. 10 Jahren war es zu einer Bauchfellentzündung gekommen.

Bei der klinischen Untersuchung fallen ein kleinschrittiger Gang sowie das Tragen einer Einlage auf. Weitere Zeichen fehlen. Die Patientin ist wach und orientiert, Sprache, Sprechen, sowie das Erinnerungs- und Konzentrationsvermögen sind in der Untersuchungssituation unauffällig. Keine Zeichen einer Hirnstamm- oder Kleinhirnläsion, kein Hinweis auf Kompression des Rückenmarks.

Zur Untersuchung wird ein schriftlicher CT-Befund mitgebracht, der von einem "über die Altersnorm erweiterten Ventrikelsystem" spricht. Weitere Angaben sind diesem Befund nicht zu entnehmen.

 

Frage 1

Wie lautet Ihre Verdachtsdiagnose?
Ihre Antwort:

Frage 2

Welche Informationen können Sie bei Einsicht in die bereits vorliegenden CT-Bilder gewinnen?
Ihre Antwort:

Frage 3

Welche weitere bildgebende Untersuchung erachten Sie als sinnvoll?
Ihre Antwort:

Frage 4

Warum?
Ihre Antwort:

Frage 5

Die Bildgebung und die klinisch-neurologische Untersuchung lassen einen Normaldruckhydrocephalus als Diagnose vermuten. Welche weiteren diagnostischen Möglichkeiten erachten Sie als sinnvoll?
Ihre Antwort:

Frage 6

Nennen Sie die wichtigsten Differentialdiagnosen beim klinischen Vollbild eines Normaldruckhydrocephalus!
Ihre Antwort:

Frage 7

Zu welcher Therapie raten Sie der Patientin nach Sicherung der Diagnose "Normaldruckhydrocephalus"?
Ihre Antwort:

Frage 8

Nennen Sie jeweils Vor- und Nachteile des ventrikulo-atrialen und ventrikulo-peritonealen Shunts!
Ihre Antwort:

Frage 9

Nennen Sie mindestens 2 intrakranielle Komplikationsmöglichkeiten bei liegendem Shuntsystem!
Ihre Antwort:

Fallbeschreibung 2

Ein 51-jähriger Busfahrer wird vom Augenarzt zugewiesen. Seit 6 Monaten besteht eine Sehstörung am linken Auge. Im ophthalmologischen Befund findet sich am linken Auge ein Ausfall der temporalen Gesichtshälfte, am rechten Auge ein Ausfall im oberen temporalen Quadranten. Augenhintergrund und Visus sind beidseits unauffällig.

Bitte öffnen Sie zu diesem Beispiel folgendes Dokument mit Abbildungen!

Frage 1

An welche mögliche Lokalisation eines Tumors denken Sie?
Ihre Antwort:

Frage 2

Die mitgebrachte MR zeigt einen Tumor suprasellär [MR sagittal + coronar, siehe Frage 3].
Um welchen Tumor handelt es sich wahrscheinlich?
Ihre Antwort:

Frage 3

Beschreiben Sie den Tumor im MR mit diagnostischen und chirurgischen wesentlichen Aspekten!
Ihre Antwort:

Frage 4

Der Patient bietet weder Zeichen einer Akromegalie noch eines M. Cushing.
Welche Laboruntersuchung muss vor einer Diskussion der Behandlung durchgeführt werden?
Ihre Antwort:

Frage 5

Der Serum PRL-Spiegel ist mit 60 ng/ml leicht erhöht (Normwert < 25 ng/ml).
Spricht das für einen Prolaktinom?
Ihre Antwort:

Frage 6

Weshalb?
Ihre Antwort:

Frage 7

Welche Therapie muss dem Patienten vorgeschlagen werden?
Ihre Antwort:

Frage 8

Welcher Zugang kommt bei diesem Tumor in erster Linie in Frage?
Ihre Antwort:

Frage 9

5 Tage nach der OP tritt eine eindeutige Rhinoliquorrhoe auf. Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?
Ihre Antwort:

Frage 10

Nach der OP hat der Patient ein exzessives Durstgefühl und Polyurie / Nykturie.
Um welche Komplikation handelt es sich?
Ihre Antwort:

Frage 11

Welche Behandlungsmöglichkeit haben Sie?
Ihre Antwort:

Frage 12

Die Sehstörung hat sich postoperativ gebessert, es ist keine Liquorrhoe aufgetreten, der Patient hat kein übermäßiges Durstgefühl mehr.
Welche hormonellen Insuffizienzen müssen auch im weiteren Verlauf ausgeschlossen bzw. evtl. therapiert werden?
Ihre Antwort:

Fallbeschreibung 3

Ein 63-jähriger Patient gibt an, seit 1 Woche an akuten Schmerzen im rechten Knie mit Ausstrahlung auf die Schienbeinkante zu leiden. Die Schmerzen hätten über Nacht plötzlich begonnen. Entlang der Tibiakante bestehe ein Taubheitsgefühl sowie teilweise auch Ameisenlaufen. Kreuzschmerzen kenne der Patient schon seit Jahren, diesmal strahlen diese jedoch nach rechts glutäal aus.

Gestern fiel dem Patienten beim Stiegensteigen eine Schwäche im rechten Bein auf. Auch beim Gehen habe das rechte Bein schon einmal plötzlich ausgelassen, sodass er schon einmal gestürzt wäre. Miktion und Defäkation sind regelrecht. Vor ca. 2 Jahren wurde beim Patienten eine arthoskopische Meniskusteilresektion durchgeführt; diesbezüglich sei er seither im Wesentlichen beschwerdefrei gewesen.

Bitte öffnen Sie zu diesem Beispiel folgendes Dokument mit Abbildungen!

Frage 1

Welche Differentialdiagnosen kommen bei dieser Anamnese in Betracht?
Ihre Antwort:

Frage 2

Sie finden bei der neurologischen Untersuchung eine Hypästhesie im Bereich Tibiakante, eine Quadricepsparese KG 3 und eine Abschwächung des PSR rechts.
Welcher Nervenwurzel entspricht diese Symptomatik?
Ihre Antwort:

Frage 3

Wenn Sie an einen Diskusprolaps denken, wo kann dieser am ehesten lokalisiert sein?
Ihre Antwort:

Frage 4

Welche Untersuchungen würden Sie zur weiteren Abklärung veranlassen?
Ihre Antwort:

Frage 5

Sie haben nun die CT + MRI Bilder des Segmentes L4/5.
Was fällt Ihnen auf?
Ihre Antwort:

Frage 6

Was raten Sie dem Patienten?
Ihre Antwort:

Frage 7

Welchen Operationszugang würden Sie beim extraforaminal gelegenen Bandscheibenvorfall wählen?
Ihre Antwort:

Frage 8

Ist ein lateraler Discusprolaps über einen interarcuären (=interlaminären) Zugang operabel?
Wenn ja, wo liegt das Problem?
Ihre Antwort:

Frage 9

Welche OP-Risken und mögliche Komplikationen müssen Sie mit dem Patienten vor der OP besprechen?
Ihre Antwort:

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