Musterfragen aus dem Fach Strahlentherapie - Radioonkologie

Die Facharzt-Prüfung findet in Form einer Strukturierten Mündlichen Prüfung (SMP)  statt. Hier finden Sie einige Musterfragen dazu, die vom Prüfungsausschuss zur Verfügung gestellt wurden. Anhand dieser Musterfragen (Stand 08.2018) können Sie sich mit der Prüfungsmethodik vertraut machen.

FALLBEISPIEL 1

Eine 48-jährige Patientin gab in letzter Zeit Schmerzen beim Stuhlgang an. Der Hausarzt stellte bei der klin. Untersuchung knapp oberhalb des anokutanen Überganges einen an der Oberfläche leicht blutenden, semizirkulär an der hinteren Zirkumferenz (von 4 – 9 Uhr) ausgebildeten, etwa 2 cm in der Längs- und 3 cm in der Querachse großen Tumor fest.
Klinische Untersuchung inguinal: Rechts inguinal wurde ein 1,5 cm großer Lymphknoten getastet, die linke Leiste war unauffällig. Die gyn. Untersuchung zeigte eine unauffällige Vagina sowie einen normal großen Uterus mit unauffälliger Portio.
Die Biopsie aus dem analen Tumor ergab ein Plattenepithelkarzinom G2-3.
Labor: sämtliche Parameter inklusive CEA und CA 19 – 9 waren unauffällig.
Die Patientin wurde im Rahmen einer interdisziplinären Besprechung vorgestellt.

Frage 1

Welche diagnostischen Untersuchungen sind außer den angeführten vor Therapie­beginn obligat?
Ihre Antwort:

Frage 2

Die Staginguntersuchungen wurden vom Hausarzt veranlasst und ergaben bis auf den bekannten vergrößerten inguinalen LK rechts keinen Anhalts­punkt für eine Metastasierung. Er wurde punktiert, die Histopathologie ergab eine Metastase des Plattenepithelkarzinoms. Um welches klinische Stadium handelt es sich und welche Standardtherapie schlagen Sie nach internationalen Erkenntnissen der Patientin vor? Welche sind die gebräuchlichsten Therapie­schemata? Nennen Sie eines davon (Zytostatika-Schema und Dosis der Radiotherapie).
Ihre Antwort:

Frage 3

Welche Prognosefaktoren bei der vorgestellten Patientin beeinflussen die Über­lebens­wahrscheinlichkeiten und lokale Tumorkontrolle ungünstig?
Ihre Antwort:

Frage 4

Nennen Sie bitte für folgende Risiko­organe die jeweiligen Toleranzdosen (TD 5/5) bei Bestrahlung des gesamten Organs von Blase, Dünndarm, Rektum und Urethra sowie die möglichen Spätfolgen auf Grundlage der Publikation von Emami im Red Journal 1995.
Ihre Antwort:

Frage 5

Welche zusätzlichen Risiken entstehen durch die Kombination der Strahlen-therapie mit einer der angeführten Chemotherapie-Schemata?
Ihre Antwort:

Fallbeispiel 2

Bei einem 28-jährigen Patienten wurde eine schmerzlose Schwellung des linken Hodens abgeklärt. Anamnestisch besteht ein Zustand nach Orchidopexie links im Alter von 2 Jahren, klinisch  und sonographisch sind die inguinalen Lymphknoten unauffällig. Sonographisch besteht ein hochgradiger Tumorverdacht, die Tumormarker hPLAP, α1 Fetoprotein und β-HCG sind im Normbereich.

Im Thorax-CT findet sich kein auffälliger Befund, im Abdomen/Becken CT wird knapp kaudal des linken Nierenstiels ein 1,5 cm großer Lymphknoten nachgewiesen. Beim  Patienten erfolgt eine Semikastration links. Die Histologie des linken Hodens zeigt ein reines Seminom mit einer Ausdehnung von 3,8 x 3 x 2,7 cm, ohne Infiltration des Rete testis, der Tunica albuginea oder angrenzender Strukturen.

Der Patient hat keine abgeschlossene Familienplanung; er wird zur Strahlentherapie der Lymphknotenmetastase zugewiesen. Eine Abschirmung des rechten Hodens mit einer Bleikapsel ist geplant.

Frage 1

Eine Bestrahlung mit hochenergetischen Photonen ist vorgesehen. Der Linear­beschleuniger wurde neu installiert. Welche Messungen sind vor einer In­betriebnahme eines Linear­beschleu­nigers notwendig?
Ihre Antwort:

Frage 2

Nennen Sie einige Dosismessverfahren, die in der Strahlentherapie eine Rolle spielen.
Ihre Antwort:

Frage 3

Beim Patienten soll am rechten Hoden die bei der täglichen Bestrahlung verabfolgte Streudosis eruiert werden. Nennen Sie ein Festkörperdosimeter, das in vivo und in humanoiden Messphantomen Anwendung findet. Nach welchem Prinzip funktioniert dieses Messverfahren?
Ihre Antwort:

Frage 4

Die Bestrahlung des Patienten erfolgt über opponierende Felder. Welches Dosimetrie­­verfahren kommt bevorzugt bei komplizierter Mehrfeld­technik oder bei Bewegungs­­bestrahlungen zum Einsatz?
Ihre Antwort:

Frage 5

Im Rahmen der Bestrahlung befinden sich radiol.-technische AssistentInnen im Über­wachungs­bereich, die verpflichtet sind Dosimeter zu tragen. Auf welchem Dosi­metrie­verfahren beruhen die gebräuchlichen Dosimeter und wozu dienen sie? Von wem und wie oft wird die Auswertung durchgeführt?
Ihre Antwort:

FALLBEISPIEL 3

Nach der Morgenbesprechung kommt ein Arzt in Basisausbildung zu Ihnen mit einigen Fragen, die er von Ihnen erklärt haben möchte.

Frage 1

Was ist die TNM Klassifikation und wozu dient sie? ...Und was bedeutet der Zusatz C1, C2, C3?
Ihre Antwort:

Frage 2

Eine Patientin wurde heute vorgestellt mit einem Mammakarzinom cT2 cN1 M0
ypT1 ypN0 M0 R0.
Bitte erklären Sie dem Kollegen die Tumorausdehnung und Bedeutung der vorangestellten Buchstaben.
Ihre Antwort:

Frage 3

Benennen Sie die Stadieneinteilung für Lymphome und erklären Sie das Stadium IEA.
Ihre Antwort:

Frage 4

Was sind RECIST-Kriterien und wie sind CR, PR und PD definiert?
Ihre Antwort:

Frage 5

Es wurde ein Patient mit einem fortgeschrittenen Oropharynxkarzinom und positivem HPV-Status vorgestellt. Hat der HPV-Status eine Bedeutung für Therapie und Prognose? ...Der Arzt, der den Patienten heute vorgestellt hat, wusste noch nicht, ob der Patient eine Raucheranamnese hat.Würde dies die Prognose ändern?
Ihre Antwort:

FALLBEISPIEL 4

Ein 43-jähriger Patient wird wegen eines Sportunfalls an einer unfallchirurgischen Klink aufgenommen. Routinemäßig wird präoperativ ein Thoraxröntgen durchgeführt. Dabei stellt sich eine ca. 8 cm im Durchmesser haltende ovale homogene weichteildichte Verschattung in Projektion auf das vordere und mittlere Mediastinum dar; weiterführend wird ein Thorax-CT durchgeführt: Darstellung einer gut 8 cm im max. Durchmesser haltenden, etwas inhomogen Kontrastmittel aufnehmenden Raumforderung im vorderen oberen Mediastinum.
Weitere Staging-Untersuchungen zeigen keinen Anhalt für ein malignes Geschehen.
Die angestrebte operative Entfernung des Tumors gelingt und die histopathologische Diagnose lautet: "Lymphozytenreiches Thymom mit Kapseleinbrüchen", die Resektion erfolgt allseits im Gesunden (R0).

Frage 1

Welche Raumforderungen im vorderen Mediastinum beziehen Sie differentialdiagnostisch in Ihre Überlegungen ein?
Ihre Antwort:

Frage 2

Führen Sie präoperativ eine transthorakale Punktion zur histologischen Abklärung durch?

Welcher Blutwert muss vor der Operation eines suspizierten Thymoms unbedingt erhoben werden und warum?

Ihre Antwort:

Frage 3

Nach welchen Autoren wird die unten genannte Stadieneinteilung benannt?
Stadium
I         Makroskopisch vollständig umkapselter Tumor
IIa/b   Mikroskopische (IIa) oder makroskopische (IIb) transkapsuläre Invasion des mediastinalen Fettgewebes oder der mediastinalen Pleura
III       Makroskopische Invasion der umgebenden Organe (nur 50% -R0- Resektion möglich)
IVa      Pleurale oder perikardiale Dissemination
IVb      N+, M+

Ihre Antwort:

Frage 4

Bitte geben Sie an, ob Sie bei diesem Patienten zur Reduktion der Lokalrezidivrate eine Indikation zur adjuvanten Strahlentherapie sehen (im Falle einer Indikation mit Angabe der Dosis)

a) Wenn der Tumor nach R0 – Resektion keine mikroskopische Kapselinfiltration zeigen würde
b) Der Tumor nach R0-Resektion eine makroskopische Invasion in umgebende Organe zeigen würde.
c) Der Tumor inkomplett operativ entfernt wurde

Ihre Antwort:

Frage 5

Beschreiben Sie die Zielvolumendefinition in o.g. Fällen
Ihre Antwort:

Die Akademie der Ärzte ist das Bildungsforum der Öster- reichischen Ärztekammer und Expertenplattform für DFP, Arztprüfungen und ärztliche Fort- und Weiterbildung!

Nächster Fortbildungsnachweis am 1.9.2019

Ihr Fahrplan zum Fortbildungsnachweis

Bericht 2019

Ärztliche Fort- und
Weiterbildung in Österreich

© Copyright 2013, Österreichische Akademie der Ärzte GmbH | Walcherstraße 11/23, 1020 Wien
Tel.: +43-1-512 63 83 | E-Mail: akademie@arztakademie.at