ÖÄK Prüfung Arzt für Allgemeinmedizin

Fragenbeantwortung / Die Prüfung im Detail

Zeitvorgabe

Für rund 25 Fälle stehen Ihnen 4 Stunden zur Verfügung.

Ausfüllen des Prüfungsbogens

  • Lesen Sie zuerst den gesamten Fall und die zugehörigen Fragen sorgfältig durch, ehe Sie mit der Beantwortung beginnen. Beachten Sie, dass manche Fälle auf der Folgeseite fortgesetzt werden.
  • Bitte schreiben Sie nach Möglichkeit nur eine Antwort pro nummerierter Zeile, es wird Ihnen genügend Platz für die Antwort vorgegeben.
  • Schreiben Sie Ihre Antwort gut leserlich und ausschließlich im vorgesehenen Feld auf die vorgedruckten Zeilen. Antworten, die unleserlich oder außerhalb der vorgesehenen Felder geschrieben sind, können nicht gewertet werden.
  • Bitte falten oder knittern Sie die Prüfungsbögen nicht, da sie von einem Scanner eingelesen werden.

Bepunktung

Nach jeder Frage ist in Klammer die Zahl der Antworten angegeben, die bepunktet werden. Diese Antworten wurden von einem Expertengremium als Antworten erster Wahl beschlossen und sind daher im Antwortschlüssel enthalten. Das bedeutet jedoch nicht, dass andere Antworten falsch sind - sie werden jedoch nicht bewertet. Für Antworten, die nicht im Antwortschlüssel enthalten oder falsch sind, gibt es keine Punkteabzüge.

Beachten Sie jedoch:
Bei jenen Fragen, wo ausdrücklich nur eine bestimmte Anzahl von Antworten „zulässig“ ist (zB „nur 2 Antworten zulässig“, „nur 3 Antworten zulässig“, etc.), wird bei darüber hinausgehenden Antworten die gesamte Frage als „falsch“ gewertet, auch wenn die richtige Antwort dabei ist. Weniger Antworten als die Beschränkung vorgibt werden gewertet.

Beantwortung der Fragen 

  • Versetzen Sie sich beim Beanworten der einzelnen Fallbeispiele in die Lage eines Arztes für Allgemeinmedizin in seiner Ordination bzw. während eines Hausbesuches. Gehen Sie beim Beantworten der Fragen von der Annahme aus, dass Sie eigen- und alleinverantwortlich handeln müssen, sich dabei auf das Wesentliche beschränken und Prioritäten setzen müssen. Das praxisorientierte Handeln steht im Vordergrund, nicht spezielles, enzyklopädisches Fachwissen.
  • Halten Sie jedenfalls Ihnen völlig selbstverständlich erscheinende, so genannte "banale" Aussagen / einfache Handlungsschritte / Handlungsanleitungen für die Patienten fest.
  • Geben Sie die Ihnen am Wichtigsten erscheinenden Antworten zuerst an.
  • Antworten Sie jeweils mit einzelnen Worten (stichwortartig!) und achten Sie auf die konkrete Beantwortung der Fragen z.B.
    • Risikofaktoren: "Übergewicht, Rauchen" - nicht bloß "Risikofaktoren erheben"
    • geben Sie die entsprechenden Untersuchungsmethoden an - nicht bloß "Ganzkörperstatus"
    • wenn Sie im Fallbeispiel eine Zuweisung ausstellen, legen Sie genau fest, was/wie untersucht werden soll (z.B. Zuweisung Röntgen LWS, Zuweisung CT Schädel, Zuweisung Elektroneurographie untere Extremitäten). Definieren Sie genau die Region und geben Sie die richtige Seite an.
  • Bei Angabe von Medikamenten können Sie entweder Handelsnamen, Freinamen oder Substanzklassen nennen.
  • Bitte beachten Sie bei den Laborparametern/Laborwerten, dass neben Untersuchungen von Blut und Serum auch Untersuchungen wie Haemoccult, Harn, Stuhl auf pathogene Keime, Sputum zu den Laboruntersuchungen zählen.
  • Nur klare Antworten werden gewertet, vermeiden Sie die Formulierungen wie "eventuell", "gegebenenfalls".
  • Benutzen Sie die medizinische Fachsprache. Hausinterne Abkürzungen, die nicht allgemein üblich sind, können nicht gewertet werden (z.B NINS). Wenn Erklärungen oder Informationen für Patienten, Angehörige etc. gefragt sind, benutzen Sie allgemeinverständliche Formulierungen.
  • Zögern Sie nicht, die Dringlichkeit von Behandlungen, Untersuchungen, Kontrollen, etc. im fiktiven Gespräch mit den Patienten/Angehörigen zum Ausdruck zu bringen.
  • Wenn nicht ausdrücklich anders angegeben, beziehen sich alle Fragen auf die Bearbeitung des konkreten Falles (nicht auf theoretisches Wissen).     

Hilfsmittel

Es dürfen keinerlei persönliche Arbeitsbehelfe (Schreibgeräte, Aufzeichnungsgeräte inkl. Mobiltelefone, Schlüsselbund, Papier) auf dem Schreibtisch liegen und es dürfen keinerlei Arbeitsbehelfe während der Prüfung verwendet werden (Bitte treffen Sie entsprechende Vorkehrungen, um das Verlängern von Kurzparken per Handy zu vermeiden.). Zulässig sind während der Prüfung nur die von der Akademie zur Verfügung gestellten Arbeitsbehelfe (Schreibgeräte, Prüfungsunterlagen). Es ist zulässig, Notizen in die Prüfungsunterlage zu machen (Rückseiten der Prüfungsunterlagen). Anderes Notizpapier ist bei der Prüfung nicht erlaubt.

Der Einsatz von eigenen Arbeitsbehelfen / Notizzettel hat den Entzug dieser Materialien durch die Prüfungsaufsicht zu Folge. Die Klärung des Sachverhaltes und etwaige Rückerstattung der Materialien erfolgt nach der Prüfung (in einem Zeiraum von max. 2 Wochen).

Das Aufzeichnen von Prüfungsfällen ist unzulässig und hat den unmittelbaren Abbruch der Prüfung, den Entzug der Prüfungsunterlage sowie der unerlaubt eingesetzten Materialien zur Folge. Die Aufzeichnung von Prüfungsfragen/-fällen kann zu einer disziplinarrechtlichen Anzeige führen.

Störungen während der Prüfung

Die Kommunikation zwischen den KandidatInnen ist während der Prüfung strengstens untersagt und kann den Prüfungsausschluss zur Folge haben.

Die Prüfungsordnung der Österreichischen Ärztekammer regelt:
Die Prüfer bzw. Aufsichtspersonen haben bei Störung der Arztprüfung in erheblichem Ausmaß, Vorliegen eines Täuschungsversuches und Verwendung unerlaubter Arbeitsbehelfe Meldung zu erstatten, ggf. die Prüfung abzubrechen bzw. die Prüfungsunterlage zu entziehen. (PO § 8 Absatz 4)

Am Ende der Prüfung

Kontrollieren Sie bitte vor der Abgabe Ihrer Prüfungsunterlage, ob alle Fallbeispiele vollzählig in der Mappe sind und Sie jeden Fall bis zum Schluss bearbeitet haben. Nachträgliche Reklamationen können nicht berücksichtigt werden!

Die Akademie der Ärzte ist das Bildungsforum der Öster- reichischen Ärztekammer und Expertenplattform für DFP, Arztprüfungen und ärztliche Fort- und Weiterbildung!

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