Österreichischer Impftag 2020

Impfen: Alltags- und Ausnahmesituationen

18. Jänner 2020, Austria Center Vienna

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen!

Herzlich willkommen zum Österreichischen Impftag 2020, der größten und richtungsweisenden Veranstaltung zum Thema Impfen für ÄrztInnen und ApothekerInnen in Österreich!

Diesmal widmen wir uns dem Thema "Impfen - Alltags- und Ausnahmesituationen" und stellen eingangs die, in einigen europäischen Ländern bereits eingeführte, Impflicht in den Fokus. In seiner Keynote mit dem Titel ‚Impfpflicht – wer A sagt, muss auch B sagen‘ wird Thomas Mertens, Vorsitzender der ständigen Impfkommission (STIKO) in Deutschland über die Einführung und Konsequenzen einer Impflicht, sowie die wissenschaftliche Begründung für die beruflich indizierte MMR und Varizellen-Impfung berichten. In Österreich wollen wir vorab nur für das Gesundheitspersonal verpflichtende Impfungen umsetzen. Darüber spricht auch Helena Maltezou, vom Helenic Center of Disease Control in Griechenland, die diese Frage auch für die gesamte EU bearbeitet.

Im Zuge dessen zeigen wir wichtige Begleitmaßnahmen und neue Kommunikationsstrategien im Umgang mit ImpfskeptikerInnen auf. Der Vortrag „Influencer gegen Influenza“ von Sabine Wicker vom Robert Koch Institut (RKI) in Deutschland erklärt, wie man auch auf dem umstrittenen Gebiet der sozialen Medien mit proaktiven Angeboten und der Möglichkeit, Fragen zu stellen, ImpfskeptikerInnen mit Fakten überzeugen kann. Weiters gibt es einen von der Ärzte- und Apothekerkammer geleiteten Workshop mit Tipps und Tricks zu ‚Impf-Kommunikation in der Praxis‘.

Ein weiterer Themenblock befasst sich mit dem Impfen „außerhalb der Routine“. Dabei geht es um Impfungen für PatientInnen mit chronischen Erkrankungen und Therapien wie Multiple Sklerose, Rheuma oder Krebs, Situationen die im Alltag mittlerweile eigentlich kaum mehr als Ausnahme bezeichnet werden können. Auch Impfen beim alternden Menschen kann man nicht über einen Kamm scheren, denn ein/e 65-Jährige/r kann biologisch deutlich jünger sein als es seinem bzw. ihrem chronologischen Alter entspräche und vice versa. Auf welche Kriterien es hierbei ankommt, wird ebenso Inhalt eines Vortrags sein. Und dann gibt es auch noch einen Beitrag über künftige Impfstoffe, die wir in Bälde erwarten können und schon lange erwartet haben.

Selbstverständlich wird seitens des Ministeriums auch wieder der neue Impfplan präsentiert. Außerdem erwarten wir, dass die ersten Pilotprojekte zum elektronischen Impfpass und der Zeitplan bis zum Volleinsatz (voraussichtlich 2020) vorgestellt werden.

Ich bin überzeugt, dass uns auch heuer wieder ein sehr informatives und spannendes Programm gelungen ist und freue mich, Sie am 18. Jänner 2020 zahlreich beim Österreichischen Impftag begrüßen zu dürfen.

Mit herzlichen Grüßen

Ihre Ursula Wiedermann-Schmidt
Wissenschaftliche Leiterin des Programmkomitees

Eine Veranstaltung der Österreichischen Akademie der Ärzte GmbH in Kooperation mit

                                                     

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