Grundlagen | Grundlagen für das ÖÄK-Diplom Umweltmedizin sind die der Österreichischen Ärztekammer. |
Ziel | Basisausbildung in Umweltmedizin |
Zielgruppe | ÄrztInnen für Allgemeinmedizin und FachärztInnen aller Sonderfächer |
Weiterbildungsdauer / Stundenerfordernis | Der ÖÄK Diplomkurs Umweltmedizin setzt sich aus 6 Wochenend-Seminaren (= 120 Unterrichtseinheiten), die jeweils Samstag und Sonntag stattfinden, zusammen. Die Kursorte wechseln in ganz Österreich. Die Kurszeiten sind Samstag von 8.30 Uhr bis 18.00 Uhr, Sonntag von 9.00 Uhr bis 14.30 Uhr. Die Reihenfolge sowie die Zeitdauer (mindestens jedoch 1 Jahr), in der die Teilseminare absolviert werden, ist nicht vorgegeben, ein Einstieg ist somit jederzeit möglich. |
Wesentliche Inhalte | - Rechtliche und medizinisch-hygienische Grundlagen,
- Umwelttoxikologie, meteorologische und klimatische Fragen
- Bäderhygiene, Trinkwasser, Allergien, Lebensmittel
- Elektromagnetische Felder, Abwasser, Verbrennungsanlagen,
- Altlasten
- Luft, Ozon
- Abfall, Energie
- Radioaktivität, Umweltepidemiologie
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Berufsbild
| Berufsbild des Umweltmediziners Das Tätigkeitsprofil eines Umweltmediziners ist sehr vielfältig. Im folgenden werden die wichtigsten Einsatzbereiche beschrieben. Eine häufige Variante ist der niedergelassene Arzt für Allgemeinmedizin, der als Sprengel-, Distrikts- oder Gemeindearzt den Bürgermeisterin umweltmedizinischen Fragestellungen berät oder Gutachten erstellt. Dabei geht es etwa um Fragen der Trinkwasserversorgung, der Hygiene in öffentlichen Gebäuden, um Probleme mit Lärm, Luftschadstoffen oder Geruchsbelästigungen, um nur einige zu nennen. Ein weiterer Bereich betrifft die umweltmedizinischen Agenden eines Amtsarztes auf Bezirksebene (Gesundheitsamt) oder Landesebene (Landessanitätsdirektion). Hier erfolgt das Tätigwerden im Auftrag der verschiedenen Behörden wie zB der Wasserrechtsbehörde, der Gewerbebehörde, der Abfallbehörde und Umweltverträglichkeitsprüfungsbehörde (UVP). Auf Landesebene werden auch umweltmedizinische Strategien entwickelt, Studien und Vorsorgeprojekte durchgeführt. Es besteht auch die Möglichkeit als allgemein beeideter gerichtlich zertifizierter Sachverständiger für Umweltmedizin tätig zu werden. Dazu ist die Eintragung in die Sachverständigenliste beim Präsidenten eines Landesgerichtes notwendig. Im Rahmen der Erstellung der Umweltverträglichkeitserklärung (UVE) werden von Projektwerbern Umweltmediziner zur Erstellung des Fachbeitrages Umweltmedizin gesucht. Insbesondere die Erstellung einer UVE bzw. der nachfolgenden Prüfung im UVP-Verfahren stellt hohe fachliche Anforderungen. Neben diesem Tätigwerden im Rahmen von Verwaltungs- bzw. Gerichtsverfahren ist die Anwendung von umweltmedizinischem Wissen in der Ordination und Klinik möglich. Dieser Bereich wird in Zukunft mehr an Bedeutung gewinnen, weil zunehmend klarer wird, dass viele Störungen des Wohlbefindens und der Gesundheit durch Umweltstressfaktoren im Haus und am Arbeitsplatz ausgelöst bzw. verstärkt werden. Hier hat der umweltmedizinisch geschulte Arzt zusätzliche differentialdiagnostische und therapeutische Möglichkeiten an der Hand. Nichtzuletzt kann er dieses Wissen nicht nur zum Wohle der Patienten, sondern auch für sich und seine Familie einsetzen. |
ÖÄK-Diplomverantwortlicher
| Herr Dr. Gerd Oberfeld
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>>Informationen zum ÖÄK Diplomlehrgang Umweltmedizin 2011
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